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Wachs-Haarentfernung

Durch das Auftragen einer wachshaltigen Masse werden die Haare verklebt und dann mit einem Ruck herausgerissen. Bei der Wachshaarentfernung unterscheidet man Kalt-, Warm- und Heißwachs.

1) Haarentfernung mit Kaltwachs

Kaltwachs besteht meist zu einem großen Teil aus Bienenwachs und wird häufig für große behaarte Flächen wie Beine oder Arme verwendet. Das mehr oder weniger zähflüssige Wachs wird mit einem Metallspatel dünn in Wuchsrichtung der Haare aufgetragen und danach mit einem Cellophan- oder Leinenstreifen (ca.10cm breit) durch andrücken verklebt. Die Streifen sollten schnell und ruckartig gegen die Wuchsrichtung abgezogen werden.

2) Haarentfernung mit Warmwachs

bei der Haarentfernung mit Warmwachs, wird der Wachs auf ca. 35-40°C erwärmt, bis er die richtige Konsistenz zum Auftragen auf die Haut hat. Zum Erwärmen gibt es Geräte mit fertigen Roll-Wachspatronen oder alternativ kann das Wachs auch in einem Topf oder Babyflaschenwärmer erhitzt werden. Die preiswerteste Alternative sind kleine Fäßchen mit Wachs, die es in vielen türkischen Läden zu kaufen gibt. Auch hier wird das Wachs dünn in Haarwuchsrichtung mit einem Spatel oder den Roll-on-Wachspatronen aufgetragen und danach mit einem Cellophan- oder Leinenstreifen wieder gegen die Haarwuchsrichtung abgezogen. Manche entfernen auch den Wachs mit ihren Handflächen, kneten den Rest und tragen ihn gleich wieder auf, somit wird die Ausbeute der Haare ergiebiger. Durch die Wärme des Wachses öffnen sich die Hautporen und das Haar wird etwas weicher, was das Entfernen der Haare vereinfacht. Für kurze borstige Haare ist die Wachs-Haarentfernung mit Kalt- oder Warmwachs weniger geeignet, da das Wachs nicht genug an den Haaren haftet. Für diesen Fall besteht die Möglichkeit mit Heißwachs zu arbeiten.

3) Haarentfernung mit Heißwachs

Das Heißwachs besteht zum Teil aus Kollophonium, Paraffin, Bienenwachs, u.s.w. und ist in kaltem Zustand hart und nicht klebrig. Das Wachs wird erst beim Erhitzen zähflüssig und klebrig, bis es aufgetragen werden kann. Folgende Punkte sollten beachtet werden bei der Depilation mit Heißwachs:
1. die behaarte Stelle gegen die Haarwuchsrichtung abpudern, um die Haut fettfrei und die Haare haftbarer für das Wachs zu machen,
2. die Temperatur des Wachses auf der Haut erstmal antesten, um nicht zu verbrennen,
3. das Wachs etwas dicker ca.2-3mm und gleichmäßig gegen die Haarwuchsrichtung auftragen und warten bis es komplett abgebunden ist, also zu einem Block wieder erstarrt. Den Block dann schnell und flach gegen die Haarwuchsrichtung abreissen. Die Haut kann danach z.B. mit Octanisept (ohne Alkohol) desinfiziert und danach mit kühlenden Gels oder Cremes eingeschmiert werden. Das Heißwachs eignet sich besonders für kurze, krause Haare wie z.B. im Intimbereich- oder Achselhaare.
Die enthaarten Stellen sollten mit lauwarmem Wasser gewaschen und danach mit einer beruhigenden Creme eingerieben werden. Damit sich die gereizten Haarfollikel nicht entzünden, ist es ratsam, auf übermäßige Hitze wie Sauna oder starker Sonnenbestrahlung ca. 2 Tage zu verzichten.
Manche Menschen neigen dazu, dass sich die Haarfollikel durch Wachs-Haarentfernung deformieren und die Haare einwachsen, was zu Entzündungen führen kann. Sollte dies der Fall sein, ist von einer Wachs-Haarentfernung abzuraten.
siehe auch: Wachsepilation

copyright marla schnee