Auszupfen zur temporären Haarentfernung


Das Auszupfen einzelner Haare mit Pinzette wird sehr häufig zur Haarentfernung angewendet. Fälschlicherweise wird manchmal angenommen, das Haar sei damit auf Dauer zerstört, dies ist jedoch nicht der Fall. Mikroskopische Aufnahmen zeigen, dass beim Auszupfen mit Pinzette das Haar irgendwo am Haarschaft abgerissen wird, die Wurzel aber erhalten bleibt. Deshalb zählt das Auszupfen der Haare nur zur temporären Haarentfernung und nicht zur dauerhaften. Die Haarentfernung durch Auszupfen birgt zudem gewisse Gefahren und sollte mit Vorsicht angewendet werden: Häufig wird berichtet, dass beim Zupfen oder rasieren der Haare im Gesicht der Haarwuchs danach vermehrt auftritt. Dies ist physikalisch zwar nicht nachweisbar, jedoch scheint die mechanische Reizung am Haar durchaus ein Mehrwachstum anregen zu können. Dies ist besonders bei Frauen im Gesichtsbereich immer wieder feststellbar. Ein anderes Problem der Haarentfernung durch Auszupfen ist das Einwachsen der Haare. Beim Auszupfen von dicken Haaren, z.B. im Bikinibereich, werden die Haarfollikel manchmal so stark deformiert, dass die Haare danach einwachsen können. Wer dazu neigt, kann nach längerem zupfen Probleme mit immer häufiger eingewachsenen Haaren bekommen, die sich auch entzünden können. Wenn die Haare dunkel sind, lässt sich dieses Problem jedoch sehr schnell durch die Haarentfernung mit Laser oder IPL in den Griff bekommen. copyright marla schnee