Rasurbrand (pseudofolliculitis barbae)

Bei Menschen mit empfindlicher Haut können nach der Rasur starke Hautreizungen und Rötungen auftreten, die manchmal über mehrere Tage bestehen bleiben. Im Extremfall kann das ganze Gesicht dabei anschwellen. Diese Reizung wird als Rasurbrand bezeichnet. Normalerweise sollte die Reizung innerhalb kurzer Zeit wieder abklingen. Bei manchen Menschen kann es jedoch zu einer Verwachsung der Haare unter der Haut kommen, die schlimmstenfalls bis zur Haarwuzelentzündung führt. Bei einer solchen Infektion sollte der Hautarzt aufgesucht werden, da sie sich weiter ausdehnen kann.
Häufige Ursache des Rasurbrandes ist das falsche Rasieren. Wichtig bei der Nassrasur sind hochwertige und möglichst neue Klingen, da die Klingen schon nach einer Rasur abstumpfen. Wenn gegen die Wuchsrichtung rasiert wird, sollte besonders vorsichtig und mit wenig Druck rasiert werden, damit nicht zu viele Microverletzungen entstehen. Nach der Rasur sollte ein gut verträgliches Aftershave aufgetragen werden, um die Haut zu desinfizieren.
Wenn dies jedoch nicht hilft und die Haare ständig weiter verwachsen, können Laser- oder IPL-Sitzungen (nur bei dunklen Haaren) Abhilfe schaffen. Wer seinen Bart oder die Behaarung nicht vollkommen verlieren möchte, macht nur wenige Sitzungen, um den Bart zu reduzieren. Die übriggebliebenen Haare sind dann weniger und dünner, so dass sie deutlich einfacher rasiert werden können und somit nicht so starke Hautirritationen entstehen.